NFT: Nutzloser Hype oder die Innovation der Menschheitsgeschichte?

Markenentwicklung

Die Antwort liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Fakt ist, dass mit NFTs inzwischen viel gehandelt wird und sie viele Türen öffnen – auch im Marketing. Aber was sind NFTs und wieso sollten Sie sich als Marketingstrateg:in damit beschäftigen?

Ob Collage aus 5000 Einzelbildern, Digitales Klopapier mit Blumen oder verrückte Nike-Schuhe für Ihren Avatar im Metaversum – sogenannte NFTs wirken auf den ersten Blick skurril und nach verhältnismäßig sinnloser Spielerei. Doch das sind sie bei Weitem nicht! Der Markt für Digital Arts hat bereits ein Umsatzvolumen von rund 22 Milliarden US-Dollar. Aber wir fangen mal vorne an: Was ist überhaupt ein NFT, wie funktioniert er und was hat das Ganze mit Marketing zu tun?

Was heißt NFT?

Non fungible token. Das wussten Sie schon und sind jetzt trotzdem nicht schlauer? Kein Thema, dann lesen Sie weiter. Übersetzt heißt „non fungible token“ so etwas wie „nicht austauschbare Wertmarke“. NFTs sind ein digitaler, unverwechselbarer, also einzigartiger Gegenstand. Das klingt so paradox wie innovativ, ist Digitales grundsätzlich ja eigentlich unendlich reproduzierbar. Wir alle wissen, dass ein digitales Bild zum Beispiel beliebig oft abgespeichert werden kann. Das machen wir täglich bei WhatsApp und Co. Umso größer ist der Durchbruch, dass NFTs digitale Gegenstände einzigartig machen können. Denn das ermöglicht, Vermögenswerte wie Eigentumsverhältnisse festzuhalten.

Und wie funktioniert das technisch?

Ähnlich wie Kryptowährung basieren NFTs auf der Blockchain-Technologie. Blockchains sind aneinandergereihte Informationsblöcke. Jedes einzelne Teil hat dabei eine bestimmte Information und einen Wert. All diese Informationen sind aber nicht zentral, sondern auf vielen, vielen Rechnern verteilt gespeichert. Dezentral. So sind Blockchains fälschungssicher und nicht manipulierbar.

NFTs sind einem Kettenglied einer solchen Blockchain zugeordnet. Das verleiht ihnen einen bestimmten Wert und eine Information. Im Unterschied zur Kryptowährung sind NFTs aber nicht austauschbar. Non fungible. Kann ein Bitcoin beliebig gegen einen anderen getauscht werden, geht das mit einem NFT nicht. Denn ein Bitcoin hat z.B. die Information: ist 1000 wert und gehört Lieschen Müller. Ein NFT hat hingegen z.B. die Information: ist 100.000 wert, ist eine Videoperformance mit dieser einen bestimmten Urpsrungsdatei, und gehört Maurice Mustermann.

Besitzen Sie Kyptowährung, ist es also egal, welchen Bitcoin genau Sie haben. Sie sind alle gleich viel wert. Genauso verhält es sich mit normalem Geld. Es ist egal, mit welchem 10-Euroschein Sie im Supermarkt bezahlen. Ein NFT ist aber als Teil einer Blockchain mit unverwechselbaren Informationen verknüpft und deshalb nicht einfach so gegen einen anderen NFT einzutauschen. NFTs sind individuell und nicht gleich viel wert.

Ist NFT Kunst?

Nicht unbedingt. Aber oft. Bisher haben einige digitale Kunstwerke als NFTs Karriere gemacht. Und NFTs eignen sich tatsächlich sehr gut, um digitale Kunst zu handeln. Denn das besondere an Kunst im Gegensatz zu „gewöhnlichen“ Gegenständen ist: Kunstwerke sind einzigartig und sie sind keine Gebrauchsgegenstände im engen Sinne. Der Kunstmarkt ist ein Markt, auf dem viel, viel Geld fließt. Das passiert aber genau deshalb, weil der monetäre Wert der Werke eben nicht durch Produktionskosten o.ä. festgelegt ist, sondern einzig und allein durch die Bewertung der Kunstszene und Kurator:innen entsteht.

Mit NFTs können potentiell unendlich reproduzierbare digitale Gegenstände wie Videos, Bilder oder Animationen einen Wert und eine:n Eigentümer:in bekommen. Sie geben digitaler Kunst die Möglichkeit, genauso eindeutig identifizierbar zu sein wie das Original von Picassos Guernica. Ihnen kommt das trotzdem seltsam und kryptisch vor? Das spricht für die ästhetische und gesellschaftliche Bedeutung dieses Trends. Denn „es ist von jeher eine der wichtigsten Aufgaben der Kunst gewesen, eine Nachfrage zu erzeugen, für deren volle Befriedigung die Stunde noch nicht gekommen ist.“, wusste schon Walter Benjamin.

Und was haben NFTs mit Marketing zu tun?

NFTs sind Teil einer Innovation im riesengroßen Backend des Internets, das das Web 2.0 ablöst, sagen Expert:innen. Und das können sich auch Unternehmen oder Marken zunutze machen. Hier drei Anwendungsmöglichkeiten:

  1. Kreieren Sie eigene NFTs als Produkt für Ihre Kundschaft. Ob Bild, Animation, Gif, Meme, Video, VR oder Avantar-Skins – Sie können eigene NFTs erstellen und Ihren Kund:innen verkaufen. An erster Stelle steht dabei natürlich die Frage, welchen Mehrwert Sie Ihren Zielgruppen damit bieten können. Besonders bei Lovebrands oder Produkten, bei denen es auf Authentizität und Einzigartigkeit ankommt, ist die Kreation eigener NFTs ein erster Gedanke wert.
  2. Stellen Sie sensible Daten mit NFTs fälschungssicher zur Verfügung. Produktideen oder Herstellungsverfahren – gerade im B2B-Bereich gibt es sensible Daten, die Sie aber an ausgewählte Kundinnen und Kunden kommunizieren möchten. Mithilfe von NFTs können Sie wichtige, sensible Informationen fälschungssicher machen und so für einen ausgewählten Kreis an Personen zur Verfügung stellen.
  3. Nutzen Sie NFTs für Kommunikation und Branding. Je nach Ausrichtung Ihrer Marke können Sie NFTs auch einsetzen, um Ihre Marke zu kommunizieren und die Interaktion mit Ihren Zielgruppen zu stärken. Mit einem spannenden NFT wecken Sie das Interesse an Ihrer Marke und steigern Ihre Bekanntheit.

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